„Wir bringen Projekte und Menschen so zusammen,
dass Synergien entstehen.
Dazu brauchst du keinen Plan im klassischen Sinn.
Das funktioniert etwa wie ein Ökosystem
für
Virtual Reality, Kunst und Kultur.“

MATHIAS MAHNKE

„Wir wollen hier Begeisterung erzeugen.“

Mit solchen Aussagen, nennen wir sie Freiraumgeist, traf Mathias Mahnke noch 2017 zur Zeitzer Pecha Kucha Night auf Skepsis. Das hat sich inzwischen geändert. Mahnke tritt als Eigentümer der ehemaligen Zeitzer Nudelfabrik den Beweis an, weshalb es sich lohnt Industrieimmobilien stehen zu lassen, statt sie abzureißen.

Einst mit ihrem Charme des Vergänglichen ein Magnet für Lost-Places-Freunde versprüht die „Nudel“ heute jenen Zauber, der Neuanfängen innewohnt. Alles in diesem Haus macht Lust auf Machen. Selbst noch nahezu unberührte Ecken atmen den Hauch des Neubeginns.

Seit Mahnke hier Hand anlegt, geben sich KünstlerInnen verschiedener Genres die Klinke in die Hand, wird dieser Ort zum Mekka für Kunst- und VR-Interessierte, bei MacherInnen wie bei „Verbrauchern“. In der Nudel werde deshalb die komplette Infrastruktur entwickelt, die junge innovative Unternehmen, Kunst- und Kulturschaffende brauchen, vom Arbeitsplatz bis zum temporären Wohnangebot.

Über die "nudel"

1909 von Max Emmerling errichtet,
Fabrik für Zwieback und
Teigwaren Marke „Elite“

„Hier liegen die besten Entwicklungschancen in zunächst niedrigschwelligen Angeboten.“

Wir sprechen hier in der Nudel über immerhin ca. 12.000 Quadratmetern Geschossfläche. Dabei sieht der Unternehmer in zunächst niedrigschwelligen Angeboten die besten Entwicklungschancen. Einen konkreten Plan im klassischen Sinne gäbe es dabei nicht. Es gehe darum, auf Nachfrage zu reagieren, Projekte und Menschen so zusammen zu bringen, dass Synergien entstehen, woraus dann nächste Schritte abgeleitet werden. Das ist Hausphilosophie in der Nudel. Die geht auf.

Damit das alles funktioniert ist in der Nudel ein findiger Hausmeister unterwegs. Selbstverständlich mit Hausmeisterwohnung direkt in der alten Fabrik. Für Gäste, zunehmend auch für Touristen steht ein einladendes 92 qm großes Loft bereit. Für das sympathische Feeling in allen Wohnbereichen hat Mahnkes Frau Birgit ein Händchen. Eine wohlige Symbiose aus Schönheit, Form und Zweck verströmt ein Gefühl von Ankommen und Aufbrechen zugleich.

„Das funktioniert etwa wie ein Ökosystem für Virtual Reality, Kunst und Kultur

Künstlergruppen und ProtagonistInnen finden in der Nudel die Infrastruktur vor, die sie für ihre Projekte brauchen. Der 230 Quadratmeter messende Co-Working-Space ist der ideale Ort zum Netzwerken. Hier treffen Akteure zusammen mit anderen Projekten, suchen und finden Gemeinsamkeiten oder planen etwa die nächste Ausstellung. Davon gab es bereits einige in den unterschiedlichsten Genres. Wie ein Ökosystem für Virtual Reality, Kunst und Kultur funktioniere das, stellt Mathias Mahnke fest.

Großzügige Arbeitsräume, das Wohnen in unmittelbarer Nähe zur Aktion und knapp 300 Quadratmeter zum Ausstellen – Vorzüge, die gerne angenommen werden und sich schnell herum sprechen.

Zahlreiche Virtual Reality- (VR), KünstlerInnen stellten bereits ihre Werke aus und begeisterten BesucherInnen. VR, eine Kunstform, in der TeilnehmerInnen mit Hilfe von Brillen oder mobilen Endgeräten in eine digitale 3D Welt eintauchen, virtuelle Installationen und Aktionen erleben. Aktive Teilhaben und virtuelles Lernen inklusive. Die Nudel, ein Ort der Ideen und Begegnungen.

Inzwischen geht die Nutzung bereits bis unter das Dach. Hier entstand in Kooperation mit der Berliner Firma Illusion Walk ein Holodeck. Ein VR-Ausbildungszentrum für Feuerwehr- und Rettungskräfte entwickelt Schulungsszenarien, die bereits in Workshops bei BesucherInnen und Nutzern tiefen Eindruck hinterließen.

Mit der Illusion Walk Technologie des Holodecks können eine große Anzahl Personen in Echtzeit interagieren und Situationen extrem realistisch nachgespielt werden. Die TeilnehmerInnen tragen neben der VR-Brille und Kopfhörer kleine Server in Rucksäcken mit sich. Im Raum verteilte QR-Codes werden ausgelesen und führen durch beeindruckend echt simulierte Szenerien. Eine ideale Entwicklungsumgebung für weitere technologiebasierte Projektansätze. Zumal eine räumliche Erweiterung von jetzt 250 bis auf 1.500 Quadratmetern in der Geschossebene möglich ist.

Die Zeitzer NUDEL – viel Freiraum für Menschen mit Freiraumgeist.

Text und Fotos: Reiner Eckel

finden

Alte Nudelfabrik
Paul Rohland Str. 7
06712 Zeitz

urban Bricks GmbH
Neue Werkstraße 4
06712 Zeitz

Die Kurzfassung via Instagram

Skip to content